Fazit: Australien gehört nicht zum EU-Roaming, deine deutsche SIM roamt dort zu den Nicht-EU-Konditionen deines Anbieters. Bevor du eine Reise-eSIM kaufst, prüf aber dein Handy: Seit dem 28. Oktober 2024 müssen australische Netzbetreiber Geräte abweisen, die den Notruf 000 nicht erreichen können. Eine Ausnahme für Touristen ist erlaubt, aber freiwillig, und Telstra und Optus sperren nach eigenen Angaben auch nicht kompatible Besucherhandys. Eine Daten-eSIM ändert daran nichts. Außerhalb der Städte und großer Straßen gibt es oft gar keinen Empfang, 3G ist abgeschaltet. Bei den Listenpreisen ohne Rabattcode liegt die Optus-Familie von eSIM4Travel (laut eSIMDB) von 1 bis 20 GB vorn, bei 50 GB Nomad mit 28,46 €.
Das erfährst du in diesem Artikel:
- Warum Australien außerhalb von „Roam like at home“ liegt und was das für deine deutsche SIM heißt.
- Die 000-Gerätesperre: welche Handys australische Netze abweisen, was die 90-Tage-Ausnahme für Reisende wirklich bedeutet und wie du dein Modell vor dem Abflug prüfst.
- Netzabdeckung im sechstgrößten Land der Welt: Bevölkerung ist nicht Fläche, 3G gibt es nicht mehr, und per Satellit geht weniger, als viele glauben.
- Lokale Prepaid-SIM mit Ausweisprüfung oder Reise-eSIM vor dem Abflug.
- Einreise mit eVisitor oder ETA, Reisepass statt Personalausweis, die Hinweise des Auswärtigen Amts.
- Kartenzahlung ohne Aufschlag seit Oktober 2026, Opal-Kontaktlos in Sydney, Notruf 000 und 112.
- Preise von Nomad, Saily und eSIM4Travel mit Rabattcodes – inklusive der Frage, welches Netz der Tarif nutzt.
Ich wohne in Köln und schreibe auf Cairnroam über Reiseziele, bei denen die Netzfrage eine echte Frage ist. Bei Australien steckt die Überraschung nicht im Tarif, sondern im Gerät: Es ist ein Land, in dem dein Handy selbst vom Netz abgewiesen werden kann. Dazu kommt die schiere Größe des Landes. Ich habe die Regeln und Betreiberangaben am 21. Oktober 2026 an den Primärquellen geprüft, bei den Preisen steht das Datum der jeweiligen Quelle. Wer Australien mit Neuseeland verbindet, findet den Nachbarn im Artikel zur Reise-eSIM für Neuseeland; alle Ziele stehen im eSIM-Ratgeber für deutsche Reisende.
- Kein EU-Roaming: Was deine deutsche SIM in Australien macht
- Erst das Handy: die 000-Gerätesperre seit dem 28. Oktober 2024
- Netz und Reichweite: Bevölkerung ist nicht Fläche
- Satellit im Outback: was geht und was nicht
- Lokale Prepaid-SIM: Ausweisprüfung ist Pflicht
- Einreise: eVisitor, Reisepass und die Hinweise des Auswärtigen Amts
- Bezahlen, Nahverkehr, Notruf: Alltag mit Daten in Australien
- Einrichten: eSIM-fähig, entsperrt, vor dem Abflug installiert
- Preise: Nomad, Saily und eSIM4Travel im Vergleich
- Zehn veraltete Behauptungen über Mobilfunk in Australien
- Was ich nicht belegen konnte
- Checkliste für deine Australien-Reise
- FAQ
- Gilt mein deutscher Tarif in Australien wie zu Hause?
- Wird mein Handy in Australien gesperrt?
- Hilft eine Reise-eSIM, wenn mein Handy gesperrt ist?
- Brauche ich für eine australische Prepaid-SIM einen Ausweis?
- Welche Reise-eSIM ist für Australien am günstigsten?
- Habe ich im Outback Empfang?
- Welche Einreiseerlaubnis brauche ich als Deutscher?
- Welche Notrufnummer gilt in Australien?
- Quellen und weiterführende Links
Kein EU-Roaming: Was deine deutsche SIM in Australien macht
Hinweis: Diese Seite enthält Affiliate-Links, über die Cairnroam eine Provision erhalten kann – für dich ohne Mehrkosten. Preise und Regeln Stand 21. Oktober 2026, gestützt auf das australische Gesetzesregister, die Regulierungsbehörde ACMA, das australische Infrastrukturministerium, die Betreiber Telstra, Optus und Vodafone, das Auswärtige Amt und die Anbieterseiten selbst; das Preisdatum steht bei jedem Anbieter in der Tabelle. — ferno
Laut Europäischer Kommission gilt „Roam Like At Home“ in den 27 EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Ukraine und Moldau (EU-Kommission zum Roaming). Australien steht nicht auf dieser Liste. Was Daten, Anrufe und SMS dort mit deinem deutschen Vertrag kosten, legt dein Anbieter fest – die Nicht-EU-Preise der deutschen Betreiber habe ich nicht verglichen, sie stehen in deinem Tarif oder in der Roaming-SMS bei der Ankunft. Die Kommission weist außerdem darauf hin, dass Netze an Bord von Schiffen und Flugzeugen nicht unter die EU-Regeln fallen und meist hohe Aufschläge kosten; auf dem Langstreckenflug bleibt das Datenroaming also besser aus.
Selbst wenn dein Anbieter ein Australien-Paket hat, ist nicht garantiert, dass sich deine SIM überall einbucht. Vodafone Australien lässt ausländische Kunden nur roamen, wenn es mit deinem Heimatanbieter ein Roaming-Abkommen gibt, und schreibt, dass Roaming im 4G-Netz darin nicht unbedingt enthalten ist (Vodafone Australien für Besucher). Optus verlangt für Roaming-Kunden, dass dein Anbieter VoLTE-Roaming (Telefonie über das 4G-Netz) gestartet hat und dass dein Handy die aktuelle Software hat und internationales Roaming eingeschaltet ist – beides sei nötig, um das Optus-Netz zu nutzen (Optus, Check your device). Frag deshalb vor der Reise bei deinem deutschen Anbieter nach, ob er mit australischen Netzen VoLTE-Roaming anbietet.
Damit hast du drei Wege ins Netz:
- Deutsche SIM mit Auslandspaket – bequem, wenn dein Anbieter ein Australien-Paket und VoLTE-Roaming hat. Preise und Netzpartner stehen bei deinem Anbieter.
- Reise-eSIM von einem ausländischen Anbieter – vor dem Abflug gekauft und installiert, reine Datenleitung ohne australische Rufnummer.
- Lokale Prepaid-SIM oder -eSIM von Telstra, Optus oder Vodafone – mit australischer Nummer, aber erst nach einer Ausweisprüfung (mehr dazu weiter unten).
Für alle drei gilt dieselbe Vorbedingung: Das Handy muss in Australien überhaupt zugelassen werden. Darum geht es im nächsten Abschnitt.
Erst das Handy: die 000-Gerätesperre seit dem 28. Oktober 2024
Mit der Abschaltung der 3G-Netze hat Australien eine eigene Regel eingeführt. Seit dem 28. Oktober 2024 verpflichtet Teil 4 der Telecommunications (Emergency Call Service) Determination 2019 die Anbieter, Handys zu erkennen, die den Notruf Triple Zero (000) nicht erreichen können – im eigenen Netz und, falls das ausfällt, auch über andere Netze –, und diese Geräte dann nicht mehr zu versorgen (Emergency Call Service Determination 2019; ACMA, Oktober 2024). Betroffen sind laut Office of Impact Analysis nicht nur reine 3G-Handys, sondern auch 4G-Geräte, die Notrufe nur über 3G absetzen konnten (Office of Impact Analysis).
Für Reisende gibt es eine Ausnahme, und sie wird oft falsch verstanden. Abschnitt 71 erlaubt den Anbietern, ein solches Gerät weiter zu versorgen, wenn sie wissen, dass es von einem ausländischen Reisenden genutzt wird, der „nicht länger als 90 aufeinanderfolgende Tage“ in Australien bleiben will, und wenn sie dem Handy eine Nachricht geschickt haben, dass es den Notruf nicht erreichen kann. Die Begründung zur Änderung von 2024 sagt klar, dass der Anbieter dann versorgen kann, aber nicht muss, und dass die Ausnahme nicht garantiert, dass ein betroffenes Reisehandy nicht gesperrt wird (Begründung zur Änderung 2024).
Was die Betreiber selbst sagen: Telstra schreibt, dass ein Besuchergerät, das mit dem Netz nicht kompatibel ist, beim ersten Einschalten sofort gesperrt wird. Die Sperre erfolgt nach dem Type Allocation Code (TAC), also nach Gerätemodell, und unterscheidet laut Telstra nicht, wer du bist oder woher du kommst. Gesperrte Geräte können im Telstra-Netz weder telefonieren noch Daten nutzen, auch nicht über WLAN-Call und auch keine Notrufe; WLAN selbst funktioniert weiter, und nach der Ausreise läuft das Handy wieder normal (Telstra zur Determination; Telstra, 3G-FAQ). Optus schrieb im Oktober 2025, dass Roaming-Kunden mit einem gesperrten Gerät sich nicht ins Optus-Netz einbuchen können. Anlass waren bestimmte ältere Samsung-Modelle (Optus nennt Modellnummern wie SM-G930F oder SM-G935F), die den Notruf in seltenen Fällen nicht erreichen; Benachrichtigungen begannen am 22. Oktober 2025 (Optus-Mitteilung, Oktober 2025). Für Vodafone habe ich keine aktuelle Aussage des Betreibers zu Reisehandys gefunden.
Für dich heißt das: Die erste Prüfung gilt nicht der eSIM, sondern dem Handy. Eine Daten-eSIM von Nomad, Saily oder eSIM4Travel ändert nichts daran, welches Gerät du in der Hand hältst. Auch ein ehemaliges Spitzenmodell ist kein Freibrief: Unter den von Optus genannten Samsung-Modellen sind frühere Flaggschiffe. Verlässlich ist nur dein genaues Modell in der Gerätesuche der Betreiber. So prüfst du vor dem Abflug:
- Dein genaues Modell in der Gerätesuche von Optus eingeben (Optus, Check your device) und die Hinweise von Telstra zu betroffenen Geräten lesen (Telstra, 3G-FAQ).
- Beim Hersteller nachsehen, ob dein Modell VoLTE unterstützt, und die aktuelle Software installieren.
- Auf das Frequenzband 28 (700 MHz) achten: Laut Telstra haben Geräte ohne Band 28 dort, wo es die einzige 4G-Frequenz ist – meist außerhalb der großen Städte und Regionalzentren –, unter Umständen gar kein Netz (Telstra, 3G-FAQ).
- Nicht die 000 anrufen, um das zu testen – darum bittet das Infrastrukturministerium ausdrücklich (Infrastrukturministerium zur 3G-Abschaltung; Infrastrukturministerium zu Notrufen).
Verlass dich also nicht darauf, mit einem gesperrten Gerät im Notfall noch durchzukommen: Telstra schreibt, dass gesperrte Geräte in seinem Netz auch keine Notrufe absetzen können. Wer unsicher ist, nimmt ein Zweitgerät mit, das die Gerätesuche bestanden hat.
Netz und Reichweite: Bevölkerung ist nicht Fläche
Australien hat drei Mobilfunknetze: Telstra, Optus und Vodafone (gehört zu TPG Telecom). Alle drei haben 3G abgeschaltet – Vodafone/TPG zum Jahreswechsel 2023/24 (TPG nennt den 15. Dezember 2023), Telstra und Optus Ende 2024, wobei Telstra selbst den 28. Oktober 2024 nennt (Telstra, 3G-FAQ; Infrastrukturministerium; TPG; AMTA). Ältere Ratgeber, nach denen man im Outback auf 3G zurückfällt, sind damit überholt: Wo kein 4G oder 5G ist, gibt es heute nichts.
Wie viel Land die Netze abdecken, ist die eigentliche Frage. Australien ist laut Geoscience Australia 7.688.287 km² groß, das sechstgrößte Land der Welt (Geoscience Australia). Telstra gibt an, sein Netz erreiche 3 Millionen km² und 99,7 Prozent der Bevölkerung – eine Angabe, die Vodafone angefochten hat, wie Telstra selbst schreibt (Telstra Exchange, Mai 2025). Vodafone nennt rund 1,2 Millionen km² und 99 Prozent der Bevölkerung (Vodafone, Our network). Eine Optus-Flächenangabe liegt mir nicht vor. Selbst die größte genannte Zahl ist also weniger als die Hälfte der Landesfläche; die hohen Prozentwerte beziehen sich auf Menschen, nicht auf Quadratkilometer. Telstras Karten zeigen zudem eine berechnete Abdeckung im Freien, keine Abdeckung in Gebäuden (Telstra, Our coverage).
Das Auswärtige Amt formuliert es deutlich: Außerhalb größerer Städte bzw. abseits der wichtigen Verkehrsachsen sei davon auszugehen, dass es keinen oder nur sporadischen Mobilfunkempfang gibt – auch bei Buschwanderungen in Nationalparks nahe den Städten (Auswärtiges Amt, Australien). Das Infrastrukturministerium ergänzt: Wo kein Netz eines Betreibers verfügbar ist, erreichst du die 000 vom Handy aus nicht (Infrastrukturministerium zu Triple Zero). Wer ins Outback fährt, sollte deshalb die Route vorher registrieren, wie es das Auswärtige Amt empfiehlt, und Karten offline laden.
In den Städten ist das Netz schnell: Ooklas Speedtest Global Index (September 2026) nennt für Australien einen Median von 123,36 Mbit/s im mobilen Download (Speedtest Global Index Australien). Das ist ein Landeswert und sagt nichts Direktes über eine Reise-eSIM im Roaming.
Welches Netz deine Reise-eSIM nutzt, ist bei Australien die wichtigste Tarifangabe. Die Festvolumen-Tarife von Nomad laufen laut Anbieterseite über Optus und Telstra, die „Unlimited“-Tarife von Nomad nur über Optus (Nomad Australien). eSIM4Travel verkauft laut eSIMDB zwei getrennte Tarif-Familien: „Optus“ und „Vodafone, Telstra“. Für Saily konnte ich die australischen Netze nicht ermitteln. Wer viel in ländlichen Regionen unterwegs ist, sollte Telstras (umstrittene) Flächenangabe im Hinterkopf haben – eine Abdeckung garantiert aber kein Tarif.
Satellit im Outback: was geht und was nicht
Hier kursieren viele Missverständnisse. Drei Dinge sind belegt:
- Telstra Satellite Messaging ist laut Telstra in den eigenen Upfront-Mobilfunktarifen für Privat- und Kleingewerbekunden enthalten (nicht in den Upfront-Tarifen von JB Hi-Fi und The Good Guys), funktioniert nur außerhalb des Mobilfunknetzes, im Freien mit freier Sicht zum Himmel – und nicht für die 000: Über Telstras Satellitendienste kannst du die 000 weder anrufen noch direkt anschreiben (Telstra, Satellite-to-mobile). Für Roaming-Kunden oder Reise-eSIMs nennt Telstra den Dienst nicht.
- Apple „Nachrichten via Satellit“ gibt es laut Apple nur in den USA, Kanada, Mexiko und Japan – also nicht in Australien (Apple zu Nachrichten via Satellit).
- Apple „Notruf SOS via Satellit“ ist in Australien verfügbar (iPhone 14 oder neuer, für Australien iOS 16.4 oder neuer). Laut Apple rufst oder schreibst du in Australien die 000, und Reisende können die Funktion nutzen, außer ihr iPhone wurde in bestimmten Ländern gekauft. Voraussetzung ist, dass weder Mobilfunk noch WLAN verfügbar ist und du im Freien mit freier Sicht zum Himmel bist (Apple zu Notruf SOS via Satellit).
Eine Reise-eSIM bringt dir also keinen Satellitenzugang. Für Touren ins Outback zählen die Hinweise des Auswärtigen Amts: Route registrieren, genug Wasser – das Amt berichtet von Todesfällen durch Austrocknung und Hitzschlag – und kein Vertrauen auf ein Netz, das es dort nicht gibt.
Lokale Prepaid-SIM: Ausweisprüfung ist Pflicht
Für australische Prepaid-Anschlüsse ist die Identitätsprüfung Gesetz. Die Telecommunications (Service Provider — Identity Checks for Prepaid Mobile Carriage Services) Determination 2017 schreibt vor, dass ein Anbieter einen Prepaid-Dienst erst aktivieren darf, wenn er Identitätsdaten erhoben und die Identität geprüft hat (Prepaid-ID-Determination 2017). Ein Reisepass ist dabei ein zulässiges Dokument. Wie die Betreiber das für Besucher umsetzen:
- Vodafone: Wer nicht in Australien wohnt, kann sich nur mit einem internationalen Reisepass ausweisen, und Vodafone braucht zusätzlich eine australische Wohnadresse (Vodafone, Aktivierung). Starterpakete gibt es laut Vodafone in über 20.000 Verkaufsstellen.
- Telstra: Die Checkliste für die Aktivierung im Laden akzeptiert einen internationalen Reisepass mit gültigem australischem Visum (Telstra-Checkliste, PDF).
- Optus: Die Aktivierungsseite nennt neben australischem Führerschein, australischem Reisepass und Medicare-Karte ausdrücklich einen internationalen Reisepass mit australischem Visum, das bei der Einreise am Zoll validiert wurde; das Online-Formular bietet „Passport (Australian/International)“ an. Aktivieren kannst du also erst nach der Landung (Optus, Prepaid aktivieren).
Seit Dezember 2025 dürfen Anbieter Identitäten auch über staatlich akkreditierte Digital-ID-Dienste prüfen. In derselben Mitteilung berichtete ACMA, dass Telstra bei mehr als 18.000 Prepaid-Aktivierungen die Prüfregeln nicht eingehalten hatte (ACMA, Dezember 2025). Eine Abkürzung für Touristen ist das nicht. ACMA will die Regeln 2026 grundlegend überarbeiten; die Determination soll laut Konsultationspapier am 1. Oktober 2027 auslaufen (ACMA-Konsultationspapier). Was danach gilt, steht noch nicht fest.
Und die Reise-eSIM? Die Regel ist um Dienste mit einer australischen Rufnummer herum formuliert. Eine Saily-, Nomad- oder eSIM4Travel-eSIM kaufst du bei einem nicht-australischen Anbieter, sie ist ein reiner Datentarif ohne australische Nummer und wird vor dem Abflug installiert. Ob die australische Prüfpflicht auf solche Tarife anwendbar ist, untersucht keine der Quellen – ich spreche deshalb weder von einer Ausnahme noch von einer Pflicht. Welche Daten der Anbieter selbst abfragt, steht in seinen Bedingungen und seiner Datenschutzerklärung. Die lokale SIM bleibt die richtige Wahl, wenn du eine australische Nummer brauchst. An der 000-Gerätesperre ändert sie aber nichts: Telstra sperrt nach Gerätemodell (TAC), also auch mit lokaler SIM.
Einreise: eVisitor, Reisepass und die Hinweise des Auswärtigen Amts
Für Deutsche ist das eVisitor-Visum (Subclass 651) der naheliegende Weg. Laut australischem Innenministerium (Home Affairs) ist es kostenlos, zwölf Monate lang für Reisen gültig, und du darfst nach jeder Einreise drei Monate bleiben. Home Affairs bittet ausdrücklich, die Reise erst zu buchen, wenn die Erteilung schriftlich bestätigt ist (Home Affairs, eVisitor 651). Deutschland steht auch auf der Liste für die ETA (Subclass 601); diese beantragt man laut Home Affairs in der App „Australian ETA“, mit einer Servicegebühr von 20 australischen Dollar (Home Affairs, ETA 601).
Laut Auswärtigem Amt reisen Deutsche mit Reisepass, vorläufigem Reisepass oder Kinderreisepass ein – nicht mit dem Personalausweis –, und die Reisedokumente müssen für die gesamte Dauer des Aufenthalts gültig sein. Für einen Transit von mehr als acht Stunden braucht es ein Transitvisum. Eine Reisewarnung gibt es nicht. Das Amt nennt die Kriminalitätsrate insgesamt niedrig, warnt aber vor Diebstahl und Autoaufbrüchen an Touristenorten und vor dem Kopieren von Kreditkarten (Skimming). Wegen El Niño weist es auf ein höheres Risiko für Busch- und Grasbrände und Hitzewellen hin, und an den nördlichen Stränden zwischen Broome und Gladstone treten von Oktober bis Juni Seewespen auf. Wer Auto fährt: Für kurze Aufenthalte gilt der deutsche Führerschein zusammen mit dem internationalen Führerschein oder einer amtlich beglaubigten englischen Übersetzung (Auswärtiges Amt, Australien).
Bezahlen, Nahverkehr, Notruf: Alltag mit Daten in Australien
Gezahlt wird in australischen Dollar, und laut Auswärtigem Amt sind Geldabheben am Automaten und Kreditkartenzahlung nahezu überall möglich; das Amt rät, bargeldlosen Zahlungen den Vorzug zu geben. Die Reserve Bank of Australia kam zu dem Schluss, dass Kartenaufschläge auf eftpos, Mastercard und Visa am 1. Oktober 2026 enden sollen, sodass der ausgezeichnete Preis der Endpreis ist (Reserve Bank of Australia). Laut der Commonwealth Bank dürfen Händler seit diesem Datum keine solchen Aufschläge mehr erheben, und American Express, JCB und UnionPay haben sich angeschlossen (CommBank, August 2026). Die Auslandseinsatzgebühr deiner eigenen Bank ist davon unabhängig.
In Sydney, den Blue Mountains, an der Central Coast, im Hunter und in der Illawarra-Region kannst du mit American Express, Mastercard, Visa oder dem Handy-Wallet ein- und auschecken, zu denselben Tarifen wie mit der Opal-Karte (Transport for NSW). Bei einer im Ausland ausgegebenen Karte kann deine Bank laut Transport for NSW eine Auslandsgebühr berechnen – einmal pro Tag, nicht pro Fahrt (Transport for NSW für Besucher). In Melbourne funktioniert Tap-and-go in Zügen und Straßenbahnen; für die Busse sollte die Umstellung laut einer Mitteilung des Premiers von Victoria vom 16. Juli 2026 am 26. Juli 2026 abgeschlossen sein (Premier of Victoria, Juli 2026).
Notruf ist die 000 (Polizei, Feuerwehr, Rettung), kostenlos. Vom Handy aus kannst du auch die 112 wählen, die bei derselben Stelle landet – vorausgesetzt, mindestens ein Netz ist verfügbar. Eine SMS an die 000 ist nicht möglich; für Texttelefone (TTY) gibt es die 106 (Infrastrukturministerium zu Triple Zero). Reise-eSIMs sind reine Datentarife ohne Nummer. Lass deshalb die deutsche SIM für Anrufe und SMS-Codes aktiv (bei ausgeschaltetem Datenroaming) und kläre vorher, was eingehende Anrufe und SMS in deinem Tarif kosten. Laut Apple laufen FaceTime und iMessage auf der Heimatnummer weiter, wenn die Reise-eSIM die Daten übernimmt (Apple zu eSIM auf Reisen).
Einrichten: eSIM-fähig, entsperrt, vor dem Abflug installiert
Neben der 000-Prüfung braucht dein Handy zwei Dinge. Beim iPhone unterstützen laut Apple das iPhone XS, XS Max, XR und neuere Modelle eSIM (Apple zu Dual-SIM mit eSIM). Ob es für andere Anbieter frei ist, zeigt Einstellungen › Allgemein › Info: Steht bei der Netzbetreibersperre „Keine SIM-Beschränkungen“, ist es entsperrt (Apple zum Entsperren).
Am einfachsten installierst du das eSIM-Profil zu Hause im WLAN und schaltest die Leitung erst in Australien als Datenleitung ein. Bei Nomad startet der Tarif automatisch, sobald sich das Handy ins Netz einbucht, spätestens 60 Tage nach dem Kauf. Kommt nach der Landung keine Verbindung: prüfen, ob für die eSIM-Leitung das Datenroaming eingeschaltet ist (sie läuft als Roaming über australische Netze) und die mobilen Daten auf diese Leitung gestellt sind, dann das Netz manuell wählen – bei Nomad Optus oder Telstra (bei den „Unlimited“-Tarifen Optus), bei eSIM4Travel das Netz der gekauften Tarif-Familie. Bleibt das Handy trotz allem ohne Netz, während andere Geräte funktionieren, ist die Gerätesperre eine mögliche Ursache – dann hilft nur WLAN oder ein anderes Handy.
Preise: Nomad, Saily und eSIM4Travel im Vergleich
Hier die Einzelland-Tarife für Australien. Nomad habe ich am 21.10.2026 direkt auf der Anbieterseite geprüft; dort stehen die Preise auch in Euro, ich nenne den Dollarpreis in Klammern, damit du mit den anderen Spalten vergleichen kannst. Für Saily und eSIM4Travel stammen die Staffeln aus dem Vergleichsportal eSIMDB, in US-Dollar und mit dem dort angegebenen Aktualisierungsdatum – seitdem können sich die Preise geändert haben.
| Paket | Nomad (Anbieterseite, Stand 21.10.2026) | Saily (USD, laut eSIMDB, Stand 04.10.2026) | eSIM4Travel Optus (USD, laut eSIMDB, Stand 23.09.2026) | eSIM4Travel Vodafone/Telstra (USD, laut eSIMDB, Stand 23.09.2026) |
|---|---|---|---|---|
| 1 GB / 7 Tage | 3,56 € (4,00 $) | 3,99 $ | 1,26 $ | 1,68 $ |
| 3 GB / 30 Tage | 6,23 € (7,00 $) | 7,99 $ | 3,03 $ | 4,00 $ |
| 5 GB / 30 Tage | 8,89 € (10,00 $) | 10,99 $ | 4,71 $ | 6,20 $ |
| 10 GB / 30 Tage | 13,34 € (15,00 $) | 17,99 $ | 8,87 $ | 11,67 $ |
| 20 GB / 30 Tage | 21,35 € (24,00 $) | 29,99 $ | 17,22 $ | 22,62 $ |
| 50 GB / 30 Tage | 28,46 € (32,00 $) | nicht gelistet | 47,45 $ | 62,31 $ |
| Netze | Optus und Telstra | nicht ermittelt | Optus | Vodafone und Telstra |
Was die Tabelle zeigt: Von 1 bis 20 GB ist nach den gelisteten Preisen ohne Rabattcode die Optus-Familie von eSIM4Travel am günstigsten, etwa 10 GB für 30 Tage für 8,87 $. Bei 50 GB liegt Nomad vorn (28,46 € bzw. 32,00 $ gegenüber 47,45 $ bei eSIM4Travel Optus); Saily führt kein 50-GB-Paket. Zwischen Nomad und Saily liegen beide bei 1 GB praktisch gleichauf (4,00 $ gegenüber 3,99 $), von 3 bis 20 GB ist Nomad günstiger. Die Vodafone/Telstra-Familie von eSIM4Travel kostet in jeder Stufe mehr als die Optus-Familie – du zahlst dort für die Netzwahl.
„Unlimited“ heißt: Tagesvolumen, dann gedrosselt
| Laufzeit | Nomad (2 GB/Tag, nur Optus) | Saily (5 GB/Tag, USD laut eSIMDB) | eSIM4Travel Optus (3 GB/Tag, USD laut eSIMDB) | eSIM4Travel Vodafone/Telstra (3 GB/Tag, USD laut eSIMDB) |
|---|---|---|---|---|
| 3 Tage | 9,78 € (11,00 $) | nicht gelistet | 8,04 $ | 10,57 $ |
| 5 Tage | 16,01 € (18,00 $) | 18,99 $ | 13,04 $ | 17,14 $ |
| 7 Tage | 22,24 € (25,00 $) | nicht gelistet | 18,05 $ | 23,71 $ |
| 10 Tage | 25,80 € (29,00 $) | 34,99 $ | 25,55 $ | 33,57 $ |
| 15 Tage | nicht gelistet | 48,99 $ | 38,06 $ | 49,99 $ |
| 20 Tage | nicht gelistet | 59,99 $ | 50,57 $ | 66,41 $ |
| 25 Tage | nicht gelistet | 65,99 $ | 63,08 $ | nicht gelistet |
| 30 Tage | nicht gelistet | 71,99 $ | 75,59 $ | nicht gelistet |
Unbegrenzt ist keiner dieser Tarife. Nomad gibt 2 GB pro Tag mit voller Geschwindigkeit, eSIM4Travel 3 GB, Saily 5 GB, danach wird gedrosselt. Nach Preis liegt die Optus-Familie von eSIM4Travel von 3 bis 25 Tagen vorn, bei 30 Tagen Saily (71,99 $ gegenüber 75,59 $) – und Saily hat zugleich das größte Tagesvolumen. Für die meisten Reisen ist ein festes Paket die einfachere Wahl; ein Tagesvolumen-Tarif lohnt sich erst, wenn an mehreren Tagen hintereinander mehrere Gigabyte anfallen.
Rabattcodes und welche eSIM ich wem empfehlen würde
Für alle drei Anbieter gibt es Codes: CAIRNR6205 bei Saily über 5 US-Dollar, ILEXBDNSXSBA bei Nomad über 5 US-Dollar und CAIRNROAM bei eSIM4Travel über 10 Prozent. Es gelten jeweils die Bedingungen des Anbieters; weitere Bedingungen kann ich nicht bestätigen. Rechnerisch, ausgehend von den Preisen oben: Beim 10-GB-Paket kämen eSIM4Travel Optus mit dem Code auf etwa 7,98 $ (Vodafone/Telstra etwa 10,50 $), Nomad auf 10,00 $ und Saily auf 12,99 $. Beim 3-GB-Paket dreht sich die Reihenfolge: Nomad 2,00 $, eSIM4Travel Optus etwa 2,72 $ (Vodafone/Telstra etwa 3,60 $), Saily 2,99 $. Bei 50 GB käme Nomad auf 27,00 $, eSIM4Travel Optus auf etwa 42,70 $; Saily hat diese Stufe nicht. Auch beim 3-Tage-„Unlimited“ liegt mit Code Nomad vorn: 6,00 $ (2 GB pro Tag) gegenüber etwa 7,23 $ bei eSIM4Travel Optus (3 GB pro Tag); Saily hat keinen 3-Tage-Tarif. Beim 30-Tage-„Unlimited“ bleibt Saily mit 66,99 $ vor eSIM4Travel Optus mit etwa 68,03 $. Mit Code liegt Nomad also bei 3 GB, 50 GB und 3 Tagen „Unlimited“ vorn. Die eSIM4Travel-Beträge sind auf den Cent abgerundet. Für die 1-GB-Pakete von Nomad und Saily rechne ich keinen Preis mit Code aus, weil sie unter 5 $ liegen. Ob eSIM4Travel die 10 Prozent genau auf den bei eSIMDB gelisteten Preis gewährt, ist nicht belegt; den exakten Betrag siehst du an der Kasse.
- eSIM4Travel für alle, die vor allem auf den Preis schauen und bis 20 GB brauchen, und für alle, die das Netz selbst wählen wollen: die günstigere Optus-Familie oder die Vodafone/Telstra-Familie für Touren, bei denen dir Telstra wichtig ist. Die Staffeln stammen von eSIMDB (Stand 23.09.2026); prüf den aktuellen Preis vor dem Kauf auf der Australien-Seite von eSIM4Travel. Code CAIRNROAM über 10 Prozent.
- Nomad für viel Datenvolumen (50 GB), mit Code auch für 3 GB und kurze 3-Tage-„Unlimited“-Trips, und für alle, die in Euro vergleichen wollen. Es ist die einzige Staffel, die ich direkt auf der Nomad-Produktseite prüfen konnte. Festvolumen-Tarife über Optus und Telstra, Abdeckung nur Australien. Code ILEXBDNSXSBA über 5 US-Dollar.
- Saily für längere Aufenthalte mit hohem Datenbedarf: Das „Unlimited“-Angebot reicht bis 30 Tage und gibt 5 GB pro Tag. Die Staffel stammt von eSIMDB (Stand 04.10.2026); prüf den aktuellen Preis auf der Australien-Seite von Saily. Laut eSIMDB bietet Saily für Australien weder Rufnummer noch SMS. Code CAIRNR6205 über 5 US-Dollar.
Für eine Rundreise mit Neuseeland führt eSIM4Travel laut eSIMDB auch Tarife „Australia & New Zealand“, etwa 10 GB für 30 Tage für 15,52 $; Nomad und Saily haben Regionaltarife, deren Länderlisten ich nicht geprüft habe – lies vor dem Kauf die Liste. Für den Zwischenstopp unterwegs helfen die Artikel zu Singapur und für einen Abstecher nach Bali der Artikel zu Indonesien.
Zehn veraltete Behauptungen über Mobilfunk in Australien
| Behauptung | Was wirklich gilt |
|---|---|
| „Im Outback fällt man auf 3G zurück.“ | 3G ist bei allen drei Netzen abgeschaltet. Wo kein 4G oder 5G ist, gibt es keinen Empfang. |
| „Jedes entsperrte Handy funktioniert in Australien.“ | Handys, die die 000 nicht erreichen, werden seit 28.10.2024 abgewiesen. Telstra und Optus sperren nach eigenen Angaben auch Besuchergeräte. |
| „Touristen sind von der Sperre ausgenommen.“ | Die 90-Tage-Ausnahme ist für die Anbieter freiwillig und garantiert laut Begründung keine Versorgung. |
| „Telstra deckt ganz Australien ab.“ | 99,7 Prozent beziehen sich auf die Bevölkerung. Telstra nennt 3 Millionen km² – bei 7,69 Millionen km² Landesfläche, und Vodafone hat die Angabe angefochten. |
| „Mit dem iPhone kann man im Outback per Satellit Nachrichten schreiben.“ | Nachrichten via Satellit gibt es laut Apple nicht in Australien. Notruf SOS via Satellit (000) schon. |
| „Für eine lokale SIM reicht der Kauf am Kiosk.“ | Aktivierung nur nach Ausweisprüfung; Vodafone verlangt von Besuchern Reisepass und australische Wohnadresse, Optus einen internationalen Reisepass mit bei der Einreise validiertem Visum. |
| „Mit dem Personalausweis nach Australien.“ | Laut Auswärtigem Amt nicht möglich, nötig ist ein Reisepass. |
| „Die ETA beantragt man über Reisebüro oder Airline.“ | Laut Home Affairs in der App „Australian ETA“ (20 AUD Servicegebühr). Deutsche können auch das kostenlose eVisitor nutzen. |
| „Kartenzahlung kostet 1 bis 2 Prozent Aufschlag.“ | Laut CommBank dürfen Händler seit 01.10.2026 keine Aufschläge auf eftpos, Mastercard und Visa mehr erheben; die RBA hatte dieses Enddatum vorgesehen. |
| „Unlimited heißt unbegrenzt.“ | Nomad 2 GB, eSIM4Travel 3 GB und Saily 5 GB pro Tag, danach gedrosselt. |
Was ich nicht belegen konnte
Damit du weißt, wo die Quellen aufhören, an einer Stelle gesammelt:
- Ob die Reise-eSIMs von Nomad, Saily und eSIM4Travel VoLTE unterstützen oder die Notruf-Prüfungen der Betreiber beeinflussen – alle drei sind reine Datentarife.
- Wie Vodafone Australien heute mit nicht kompatiblen Besucherhandys umgeht.
- Welche konkreten Modelle gesperrt sind, über die von Optus genannten Samsung-Modelle hinaus – nutze die Gerätesuche der Betreiber.
- Ob die australische Prepaid-Ausweispflicht für ausländische Daten-eSIMs gilt.
- Über welche australischen Netze Saily läuft.
- Was deutsche Anbieter für Roaming in Australien verlangen und mit welchen australischen Netzen sie VoLTE-Roaming haben.
- Aktuelle Preise lokaler Prepaid-Tarife von Telstra, Optus und Vodafone.
Checkliste für deine Australien-Reise
- Handy prüfen: Modell in der Optus-Gerätesuche eingeben, Telstras Hinweise lesen, VoLTE und Band 28 beim Hersteller prüfen, Software aktualisieren. Nicht die 000 zum Testen anrufen.
- eSIM-fähig und entsperrt? Bei iPhones ab XS/XR; „Keine SIM-Beschränkungen“ unter Einstellungen › Allgemein › Info.
- Deutscher Tarif: Australien ist kein EU-Roaming. Beim Anbieter nach Australien-Paket und VoLTE-Roaming fragen, Datenroaming auf dem Flug aus lassen.
- Reise-eSIM: zu Hause im WLAN installieren, in Australien für die eSIM-Leitung Datenroaming einschalten, die deutsche SIM für Anrufe und SMS-Codes aktiv lassen, ihr Datenroaming aus.
- Tarif nach Netz und Route wählen: Optus, Telstra oder Vodafone – und für Touren abseits der Städte Karten offline laden und die Route registrieren.
- Einreise: eVisitor (kostenlos) oder ETA per App, Reisepass statt Personalausweis, Bestätigung abwarten, bevor du buchst.
- Alltag: Karte oder Handy-Wallet reichen meist, in Sydney kontaktlos in Bahn und Bus; Notruf 000, vom Handy auch 112.
FAQ
Gilt mein deutscher Tarif in Australien wie zu Hause?
Nein. Australien gehört nicht zum EU-Roaming „Roam like at home“. Was Daten, Anrufe und SMS kosten, legt dein Anbieter fest, und ob sich deine SIM etwa bei Optus einbucht, hängt laut Optus auch davon ab, ob dein Anbieter VoLTE-Roaming mit Optus hat.
Wird mein Handy in Australien gesperrt?
Das hängt vom Modell ab, nicht von der SIM. Seit dem 28. Oktober 2024 müssen australische Anbieter Geräte abweisen, die den Notruf 000 nicht erreichen können. Für Reisende bis 90 Tage gibt es eine Ausnahme, die für die Anbieter aber freiwillig ist; Telstra und Optus sperren nach eigenen Angaben auch Besucherhandys. Prüf dein Modell vor dem Abflug in der Optus-Gerätesuche und bei Telstra – nur das genaue Modell gibt eine verlässliche Antwort.
Hilft eine Reise-eSIM, wenn mein Handy gesperrt ist?
Nein. Die Sperre richtet sich laut Telstra nach dem Gerätemodell. Eine Daten-eSIM ändert nichts daran, welches Handy du nutzt, und eine lokale Prepaid-SIM ebenso wenig; im WLAN funktioniert ein gesperrtes Gerät laut Telstra weiter.
Brauche ich für eine australische Prepaid-SIM einen Ausweis?
Ja. Australische Prepaid-Anschlüsse dürfen erst nach einer Identitätsprüfung aktiviert werden. Vodafone verlangt von Besuchern einen internationalen Reisepass und eine australische Wohnadresse, Telstra im Laden einen Reisepass mit gültigem australischem Visum, Optus einen internationalen Reisepass mit australischem Visum, das bei der Einreise am Zoll validiert wurde. Ob die Regel auch für ausländische Daten-eSIMs gilt, untersucht keine Quelle.
Welche Reise-eSIM ist für Australien am günstigsten?
Das hängt vom Paket ab. Nach den gelisteten Preisen ohne Rabattcode ist von 1 bis 20 GB die Optus-Familie von eSIM4Travel am günstigsten (zum Beispiel 10 GB für 30 Tage für 8,87 $ laut eSIMDB, Stand 23.09.2026), bei 50 GB Nomad mit 28,46 € (32,00 $). Bei „Unlimited“ liegt eSIM4Travel Optus von 3 bis 25 Tagen vorn, bei 30 Tagen Saily – mit unterschiedlichen Tagesvolumen von 2, 3 und 5 GB. Mit den Rabattcodes liegt rechnerisch Nomad bei 3 GB (2,00 $), 50 GB (27,00 $) und 3 Tagen „Unlimited“ (6,00 $ bei 2 GB pro Tag gegenüber etwa 7,23 $ bei 3 GB) vorn.
Habe ich im Outback Empfang?
Oft nicht. Laut Auswärtigem Amt gibt es außerhalb größerer Städte und abseits der wichtigen Verkehrsachsen keinen oder nur sporadischen Empfang. Selbst Telstra nennt mit 3 Millionen km² weniger als die Hälfte der Landesfläche von 7,69 Millionen km². 3G gibt es nicht mehr, und eine Reise-eSIM bringt keinen Satellitenzugang.
Welche Einreiseerlaubnis brauche ich als Deutscher?
Das kostenlose eVisitor (Subclass 651) oder eine ETA (Subclass 601) über die App „Australian ETA“ mit 20 AUD Servicegebühr. Einreise laut Auswärtigem Amt nur mit Reisepass, nicht mit Personalausweis.
Welche Notrufnummer gilt in Australien?
Die 000, kostenlos. Vom Handy aus erreichst du über die 112 dieselbe Stelle, sofern mindestens ein Netz verfügbar ist. Eine SMS an die 000 geht nicht.
Quellen und weiterführende Links
- Federal Register of Legislation – Telecommunications (Emergency Call Service) Determination 2019 – legislation.gov.au
- Begründung zur Änderung der Emergency Call Service Determination 2024 (Ausnahme für Reisende) – legislation.gov.au
- ACMA – New telco rules to support continued access to Triple Zero (25.10.2024) – acma.gov.au
- Federal Register of Legislation – Prepaid-ID-Determination 2017 – legislation.gov.au
- ACMA – Digital ID verification (23.12.2025) – acma.gov.au
- ACMA – Konsultationspapier zur Prepaid-Determination (September 2025, .docx) – acma.gov.au
- Office of Impact Analysis – Requirements to identify and manage mobile phones unable to access 000 – oia.pmc.gov.au
- Infrastrukturministerium – 3G network switch off – infrastructure.gov.au
- Infrastrukturministerium – Emergency calls – infrastructure.gov.au
- Infrastrukturministerium – Triple Zero – infrastructure.gov.au
- Telstra – Emergency Call Service Determination – telstra.com.au
- Telstra – 3G closure (FAQ) – telstra.com.au
- Telstra Exchange – Coverage maps: the facts (Mai 2025) – telstra.com.au
- Telstra – Our coverage – telstra.com.au
- Telstra – Satellite-to-mobile – telstra.com.au
- Telstra – Aktivierung von Pre-Paid im Laden (PDF) – telstra.com.au
- Optus – Customer update: Triple Zero and Samsung devices (Oktober 2025) – optus.com.au
- Optus – Check your device – optus.com.au
- Optus – Important changes to 3G – optus.com.au
- Optus – Prepaid aktivieren – optus.com.au
- TPG – 3G network closure FAQ – tpg.com.au
- Vodafone Australien – Prepaid-SIM oder -eSIM aktivieren – vodafone.com.au
- Vodafone Australien – Connecting to Vodafone on your visit to Australia – vodafone.com.au
- Vodafone Australien – Our network – vodafone.com.au
- AMTA – 3G closure – amta.org.au
- Geoscience Australia – Area of Australia – ga.gov.au
- Ookla – Speedtest Global Index Australien (September 2026) – speedtest.net
- Apple – Notruf SOS via Satellit – support.apple.com
- Apple – Nachrichten via Satellit – support.apple.com
- Apple – Dual-SIM mit eSIM verwenden – support.apple.com
- Apple – iPhone für einen anderen Netzbetreiber entsperren – support.apple.com
- Apple – eSIM auf Auslandsreisen verwenden – support.apple.com
- EU-Kommission – Roaming – digital-strategy.ec.europa.eu
- Home Affairs – eVisitor (Subclass 651) – immi.homeaffairs.gov.au
- Home Affairs – Electronic Travel Authority (Subclass 601) – immi.homeaffairs.gov.au
- Auswärtiges Amt – Australien: Reise- und Sicherheitshinweise (Stand 19.10.2026) – auswaertiges-amt.de
- Reserve Bank of Australia – Review of Merchant Card Payment Costs and Surcharging – rba.gov.au
- Commonwealth Bank – Card surcharging is ending (August 2026) – commbank.com.au
- Transport for NSW – Contactless payments – transportnsw.info
- Transport for NSW – Best ways for visitors to pay – transportnsw.info
- Premier of Victoria – Tap and go rolling out on buses (16.07.2026) – premier.vic.gov.au
- Nomad – Australien eSIM (Preise geprüft am 21.10.2026) – getnomad.app
- eSIMDB – Nomad Australien (aktualisiert 04.10.2026) – esimdb.com
- eSIMDB – Saily Australien (aktualisiert 04.10.2026) – esimdb.com
- eSIMDB – eSIM4Travel Australien (aktualisiert 23.09.2026) – esimdb.com
- eSIM4Travel – Australien eSIM (Anbieterseite, keine Preisquelle) – esim4travel.com
- Saily – Australien eSIM (Anbieterseite, keine Preisquelle) – saily.com
- Cairnroam – eSIM-Ratgeber für deutsche Reisende, alle Ziele im Überblick – cairnroam.com/de
- Cairnroam – Reise-eSIM für Neuseeland – cairnroam.com/de/neuseeland
- Cairnroam – Reise-eSIM für Singapur – cairnroam.com/de/singapur
- Cairnroam – Reise-eSIM für Indonesien – cairnroam.com/de/indonesien
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Zuletzt aktualisiert: 2026-10-21

